Test: Puddle (Wii U)


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Der eShop der Wii U hat bereits zum Launch der Konsole einige ausschließlich als Download erhältliche Titel spendiert bekommen. Dazu gehört auch das Geschicklichkeitsspiel Puddle von Neko Entertainment. Wie gut die Kontrolle über allerlei Flüssigkeiten mit dem GamePad ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Puddle ist eines jener Spiele, die aufgrund ihres einfachen Spielprinzips und ihrer eher simpel gehaltenen Grafik, geradezu prädestiniert für eine reine Download-Veröffentlichung sind. Doch um was geht es eigentlich in dem Geschicklichkeitsspiel? Ihr übernehmt indirekt die Kontrolle über verschiedene Flüssigkeiten wie Wasser, Dünger, Unkrautvernichter oder Nitroglyzerin. Dabei beeinflusst ihr allerdings eigentlich nur die Umgebung, in dem ihr sie bis zu einem gewissen Winkel nach links oder rechts neigt und so der Flüssigkeit die Möglichkeit gebt voranzukommen. Das Ziel ist es nämlich das Ende der labyrinthartigen Level zu erreichen. Auf eurem Weg dorthin wartet allerdings die ein oder andere Gefahr.

 Puddle (Wii U eShop)

Bei diesen Gefahren handelt es sich im Grunde immer um irgendetwas, das eurer gerade eingesetzten Flüssigkeit schaden kann. Bei Wasser sind es erhitzte Stellen im Röhrensystem oder offene Feuer, während Dünger von einer Venusfallen ähnlichen Pflanze gefressen wird. Dadurch und weil sich die Flüssigkeiten in ihrem Verhalten nicht unterscheiden, ist es letztlich egal was ihr gerade versucht ans Ziel eines Levels zu bringen. Das Prinzip ändert sich kaum bis gar nicht. Nur in einigen wenigen Leveln gibt es kleinere Ausnahmen, wenn ihr zum Beispiel eine Kartoffel an eine bestimmte Stelle schieben müsst, damit diese wächst. Gelangt ihr hier allerdings über das Ziel hinaus, heißt es Neustart. Da das Spiel an solchen Stellen nicht genau vorgibt, was zu tun ist, kommt es schnell zu „trial and error“ – wie auch in den normalen Leveln. Immer wieder werdet ihr von vorne beginnen, weil ihr eine Gefahr zuvor nicht gekannt habt oder ein Hindernis so nicht erwartet habt. Immerhin fallen die Level selbst nicht allzu lang aus, was den Frustfaktor niedrig hält und die Motivation bestehen lässt.

Dabei hängt es übrigens auch immer ein wenig davon ab, wie ihr Puddle gerade steuert. Zur Wahl stehen neben dem Link-Stick auch die hinteren Schultertasten sowie das Neigen des GamePads. Die höchste Präzision – die ihr gerade in späteren Leveln braucht – erzielt ihr bei der Steuerung mit den Schultertasten, aber auch die anderen beiden Varianten sind den Entwicklern gelungen. Ein wenig Problematisch zu sehen ist, dass sich die Flüssigkeiten nicht wirklich wie solche anfühlen, sondern eher geleeartig wirken. Das erschwert ab und an die genaue Einschätzung ihrer Reaktion auf eure Befehle und nimmt der Thematik ein klein wenig von ihrem eigentlichen Sinn. Doch wirklich störend fällt das nicht aus.

Als kleinen Bonus und zur zusätzlichen Motivation, verdient ihr euch in den Leveln Medaillen, die davon abhängen wie schnell ihr einen Level absolviert habt. Da ihr aber auch immer einen Mindestanteil der Flüssigkeit ins Ziel bringen müsst, ist es mitunter gar nicht so leicht eine Bronze- oder gar Gold-Medaille zu erhalten. Dazu gesellt sich ein Herausforderungs-System, das grob gesehen den Achivements und Trophäen von Xbox 360 und PS3 entspricht. Ob ihr eine solche Herausforderung in einem Level abschließen könnt, zeigt euch das Spiel immer beim Start an.

Puddle (Wii U eShop)

Neben dem eher simplen, aber durchaus gelungenen Spielprinzip, weiß auch die Grafik zu gefallen. Diese kommt zwar eher einfach daher, ist aber wirklich hübsch anzusehen. Das verdankt Puddle auch den unterschiedlichen Gebieten wie einem Wald, einem Rohrsystem oder einem Labor. Diese unterschieden sich nicht nur in ihrer Gesaltung der Umgebung, sondern auch bei den Farben. Dazu kommt eine Sound- und Musikuntermaltung die sich den Themenanpasst und diese gut untermalt.

Fazit

Alles in allem liefert Neko Entertainment mit Puddle ein gelungenes Wii U-Debut ab, das zwar unter mangelnder Abwechslung, der „Trial & Error“-Methode und einer nicht ganz gelungenen Flüssigkeitsphysik leidet, aber trotzdem zu motivieren weiß. Gerade Freunde von Geschicklichkeitsspielen dürften mit Puddle ihren Spaß haben, auch wenn die angemerkten Kritikpunkte durchaus beachtet werden sollten.

Bewertung

7.0
Gesamt
-
Mehrspieler

Gelungen


Kurzfazit

„Gelungenes Geschicklichkeitsspiel mit leichten Schwächen in der Spielmechanik und zu wenig Abwechslung, das aber trotzdem zu motivieren weiß.“

Christian Leuenberg

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