Die Entwickler des Gamecube-Hits Eternal Darkness stehen laut Insidern vor unüberwindbaren Problemen, die der Firmenchef selbst verschuldet haben soll.
In den letzten Jahren wurde immer wieder darüber spekuliert, ob die Entwickler Silicon Knights eventuell an einem Nachfolger zum Horror-Adventure Eternal Darkness arbeiten. Dies hätte gut zu Nintendos Bemühungen gepasst, so genannte Hardcorespieler wieder mit ins Boot zu holen, wenn es um den Release der neuen Heimkonsole Wii U geht.
Den ausführlicihen und sehr interessanten Recherchen unserer Kollegen von Kotaku zu Folge steht der Entwickler allerdings vor scheinbar unlösbaren Problemen. Verursacht wurde dies offenbar durch den Firmenchef Denis Dyack selbst. Ein ehemaliger Angstellter der Firma kritisierte Dyacks Führungsstil. Nach dem Bruch mit Nintendo fühlte sich Dyack befreit, kümmerte sich allerdings offensichtlich nur noch sporadisch um die Projekte seiner Firma.

Einem Deal mit Microsoft folgt die Entwicklung von Too Human, welches ursprünglich als Trilogie geplant war. Nach mehreren Verschiebungen war Microsoft im Endeffekt mit dem fertigen Produkt nicht zufrieden, so dass die beiden weiteren Teile der Serie gecancelt wurden. Danach schloss Dyack einen Vertrag mit Activision, für die man X-Men Destiny entwickelte. Da Dyack allerdings selbst an der Lizenz kein Interesse hatte, zog er Personal von diesem Projekt ab, um angeblich an einem Nachfolger zu Eternal Darkness zu arbeiten.
Nachdem die Rechte an der Marke bei Nintendo liegen, wollte er das Projekt anderen Publishern als geistigen Nachfolger des Gamecube-Hits präsentieren. Immer wieder muss er sich auf die Qualitäten des damaligen Spiels berufen haben. Diese kam allerdings nur durch die Unterstützung seitens Nintendo zustande, die Silicon Knights nun natürlich fehlte. So verzögerte sich auch die Fertigstellung von X-Men Destiny immer weiter. Activision allerdings sah dem Spiel nicht ewig tatenlos zu, sondern kündigte den Titel offiziell mit Silicon Knights als Entwickler an.

Durch den Druck der Öffentlichkeit musste X-Men Destiny als fertig gestellt werden. Das Ergebnis enttäuschte nicht nur Activision, sondern auch Kritiker und Spieler in der ganzen Welt. Dies lag auch darin begründet, dass viele verantwortliche Mitarbeiter während dieser Zeit Silicon Knights verließen. Laut Kotaku sind momentan weniger als fünf Mitarbeiter bei Silicon Knights beschäftigt - inklusive Denis Dyack selbst, was ein weiteres Spiel des Entwicklers sehr unwahrscheinlich werden lässt.
Wie schätzt ihr die Situation ein? Denkt ihr, dass die Marke Eternal Darkness auch ohne Silicon Knights von Nintendo noch einmal wiederbelebt wird? Verratet es uns!
| Quelle: | http://kotaku.com/5955223/what-went-wrong-with-silicon-knights-x+men-destiny |
| Tags: | Nintendo, Gamecube, Silicon Knights, Eternal Darkness, X-Men, Activision |
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| Datum: | 28.10.2012, 01:10 Uhr |
| Autor: | Markus Schnittka |
| Themen: | Allgemein |