Sony verklagt Werbeikone wegen Wii-Assoziation


  • Sony verklagt Werbeikone wegen Wii-Assoziation

Sony will seine eigene Werbefigur, Kevin Butler, offenbar nicht nur absetzen sondern auch verklagen. Und das alles wegen einer kurzen Szene mit einer Wii in einem anderen Werbespot.

„Vice President of Enough is Enough“ oder „VP of Realistic Movement“ waren nur einige der Titel, die der fiktive Charakter des Kevin Butler bisher trug. In den USA sind die Spots mit der von Jerry Lambert verkörperten Figur äußerst beliebt und dürften Sony geholfen haben auch in kritischen Zeiten bei den Gamern noch einige Punkte zu sammeln.

Vor wenigen Tagen wurde nun bekannt, dass Sony sich von Lambert und seiner Produktionsfirma getrennt hat und es damit wohl keine weiteren Spots mit Kevin Butler geben wird. Damit nicht genug, hat Sony nun auch gerichtliche Schritte eingeleitet. Grund der Auseinandersetzung ist ein Werbespot von Lamberts Firma für den Reifenhersteller Bridgestone, in dem Lambert in der Nähe einer Wii zu sehen ist. Die entsprechende Passage ist nur wenige Sekunden lang und im gesamten Spot wird Lambert auch nicht als Kevin Butler bezeichnet, oder in sonstiger Weise eine Nähe zu seiner fiktiven Figur für Sony hergestellt.

Gegenüber Kotaku äußerte sich Sony nun zu den Vorgängen.

Wir haben erhebliche Ressourcen in den Charakter Kevin Butler investiert und über die Jahre ist er zu einer direkt mit den PlayStation-Produkten verbundenen Ikone geworden. Die Nutzung von Kevin Butler um andere Produkte zu verkaufen schafft Verwirrung auf dem Markt und verursacht Schäden an Sony.

Inzwischen wurde Lambert aus dem entsprechenden Spot entfernt, dennoch geht Sony nun gerichtlich gegen Bridgestone und Lamberts Firma Wildcat Creek Inc. vor.

Man muss sich schon fragen, welche Ansichten die Anwälte von Sony verfolgen, wenn sie das Gesicht eines Schauspielers als feste Werbemarke erachten. Nach folgender Logik dürfte Lambert keine Film- oder TV-Rolle annehmen, bei der er nur ansatzweise mit einer Videospielkonsole in Berührung kommt, die nicht von Sony stammt. Man darf sehr gespannt sein wie die Richter die Lage beurteilen. Für kommende Werbekampagnen, auch anderer Firmen, wird dieses Urteil sicher nicht uninteressant sein.


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