FIFA oder PES – Hat FIFA die Rivalität gewonnen?


  • FIFA oder PES – Hat FIFA die Rivalität gewonnen?

Pro Evolution Soccer oder FIFA? War es früher eine Frage, die die Gaming-Community entzweit hat, ist in Europa und Nordamerika längst ein Sieger aus dem Rennen gegangen: FIFA. PES ist allerdings regional noch beliebt, vor allem im asiatischen Raum. Daher ist die Diskussion um das bessere Spiel noch immer spannend. Wir schauen uns an, worin die Spiele besser sind und weswegen sich FIFA im Endeffekt durchgesetzt hat.

Lizenzen und Rechte

Schon immer war das Hauptargument für FIFA die fehlenden Lizenzen von PES. Wenn man virtuell mit seinen Lieblingsteams und Stars Trophäen gewinnen will, will man mit diesen auch spielen können. Bei PES fehlen dafür die Lizenzen. Ein Vergleich sind Sportwetten. Ein Anbieter kann noch so gute Spielmodi haben, doch Wettmärkte wie Premier League Wetten müssen verfügbar sein. Denn hat man nicht die Lizenz dazu, werden sich viele Leute einen neuen Anbieter suchen. Daher ist es Plattformen wie bet365 besonders wichtig, Wetten zu den verschiedensten nationalen und internationalen Wettkämpfe anzubieten. So gibt es bei PES aus der Premier League nur zwei Teams mit echtem Namen und Logo: Arsenal London und Manchester United. Zwar konnte PES in den letzten Jahren von FIFA einige Lizenzen übernehmen. Beispielsweise ist die Allianz Arena und Camp Nou exklusiv bei PES im Spiel und auch in Italien konnte man letztes Jahr einen großen Erfolg feiern. So ist der Name Juventus Turin nicht mehr in FIFA erlaubt und auch Lazio Rom, AS Rom, Atalanta Bergamo und ab 2022 SSC Neapel sind exklusiv bei Konami. Trotzdem bietet FIFA noch immer die größte Auswahl an spielbaren Teams mit realen Namen, mit über 700 Teams und über dreißig Ligen an.

Das Gameplay

Früher gab es das Gerücht, dass PES das bessere Gameplay hat. Das ist großteils auch richtig so. PES kann vor allem bei denjenigen Punkten, die Wert auf ein realistisches und auch mitunter langsameres Fußballgefühl stehen. FIFA dagegen bietet ein schnelleres und kurzweiligeres Gameplay. Aber wobei die Spieler bei den Lizenzen viel Wert auf Realismus legen, scheint hier der Unterschied zu klein zu sein, um Spieler von einem Wechsel zu PES zu überzeugen. Beide Gameplays sind mittlerweile so ausgetüftelt, dass beide den realen Fußball fast identisch sind und die Lizenzen für die Spieler mehr wiegen als kleine Unterschiede im Gameplay.

Streaming Seiten und YouTube

Ein finaler Punkt ist die steigende Beliebtheit von Streaming Seiten und YouTube. Hier konnte man in den letzten Jahren einen klaren Trend in Richtung FIFA sehen. So gibt es bei FIFA eine große Anzahl an YouTubern, die durch „Road to Glory“ und „Pack openings“ Millionen an Abonnenten gewonnen haben und dadurch eine Art Berühmtheit erlangt haben. Leute, die dann diesen YouTubern und Streamern folgen, wollen dann natürlich auch dasselbe Spiel spielen und sich selbst darin probieren.

FIFA scheint in den letzten Jahren die Oberhand über PES gewonnen zu haben. Das liegt vor allem an den Lizenzen und der Beliebtheit des Spiels bei YouTubern. Das heißt aber nicht, dass die Hierarchie in Stein gemeißelt ist. PES konnte sich in den letzten Jahren bereits mehrere Lizenzen sicher. Juventus Turin ist für Spieler sicherlich wichtiger als, zum Beispiel, die höchste zyprische Liga. Auch bietet PES mittlerweile die Simulation gratis an. Dabei kann man in einer light Version verschiedene Spielmodi gratis genießen. Vielleicht ist das der erste Schritt, um den Konkurrenzkampf wiederzubeleben.


Bildrechte:EA Sports

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