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Test: Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (Wii U)

Test

Bisher schauten Beat'em'Up-Fans auf einer Nintendo-Konsole stets ins Leere, wenn es um Namco Bandais erfolgreiche Serie Tekken ging. Das ändert sich mit der Wii U, da für die Konsole mit dem GamePad eine überarbeitete Version der letzten Tekken Tag Tournament-Inkarnation erschienen ist. Wir haben für euch die Fäuste im King of the Iron Fist-Turnier geschwungen und verraten euch in unserem Test, was Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition taugt.

Zum Launch der Wii U gab es einige nahmhafte Umsetzungen bekannter Serien, die zum Teil erstmals auf einer Nintendo-Konsole zu sehen sind. Dazu gehört auch Namco Bandais Tekken-Reihe. Zwar durften Nintendo-Fans sich bereits auf dem Gameboy Advance und zuletzt dem Nintendo 3DS mit Jin, Kazuya, King & Co prügeln, auf eine Heimkonsole haben es die Tekken-Recken aber bisher noch nicht geschafft. Dies ändert sich mit Tekken Tag Tournament 2, der Umsetzung des bereits im September für die anderen HD-Konsolen erschienenen Ablegers der Serie. Wie es der Namen schon sagt, seid ihr dabei nicht unbedingt alleine unterwegs, sondern könnt zusammen mit einem Partner im Team antreten, um "King of the Iron Fist" zu werden. Zur Geschichte des Spiels selbst gibt es auch gar nicht mehr zu sagen, denn wie immer dreht sich alles um den Turniersieg. Das reicht aus, um seinen Kontrahenten ordentlich eins auf die Mütze geben zu wollen.

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition

Über 50 Charaktere stehen euch dabei von Beginn an zur Verfügung, wobei weitere Haudegen mit der Zeit freigeschaltet werden können. Der Tekken-Reihe ist es dabei eigen, dass sich manche Charaktere vom Kampfstil und der Optik her ein wenig ähneln, beispielsweise Yoshimitsu und Kunimitsu, King und Armor King, Jack-6 und P. Jack oder die beiden Bären Kuma und Panda. Bären? Richtig, denn die Tekken-Serie pfeift seit je her auf Realismus und schickt neben allerlei menschlichen Prügelfetischisten auch Vertreter aus dem Tierreiche wie Bär, Kanguruh und Velociraptor in den Ring. Abgerundet wird die bunte Kämpferriege durch Roboter, Engel, Ogres und allerlei Zwischenformen. Auf jeden Fall wird jeder sicherlich den einen oder anderen Charakter finden, der ihm oder ihr zusagt. Exklusiv für die Wii U hat Namco Bandai übrigens jedem Fighter ein zusätzliches Kostüm spendiert, welches aus dem Nintendo-Universum entliehen wurde. So könnt ihr beispielsweise Heihachi als Mario verkleiden, Anna als Zero Suit Samus bewundern oder Panda in ein rosafarbiges Kleid von Prinzessin Peach stecken. All diese exklusiven Kostüme sind bereits von Anfang an verfügbar und eine recht witzige Dreingabe, zumal neben Mario, Luigi, Bowser und Toad auch andere Nintendo-Serie wie eben Metroid, aber auch The Legend of Zelda oder Starfox bedacht wurden.

Neben der Charakterwahl dürfte auch die Auswahl des gewünschten Spielmodus ein wenig Kopfzerbrechen bereiten. Zu groß ist einfach die Anzahl an On- und Offline-Modi. Neulinge sollten sich am besten zuerst ins Kampflabor begeben, wo ihr unter der Anleitung des enthusiastischen Violet eurem eigenen Combot das Kämpfen beibringt. Ihr lernt Schritt für Schritt nicht nur die einfachsten Schläge und Tritte, sondern auch die Bewegung im Raum, unterschiedliche Combos, Juggles, Wall Breaks und dergleichen mehr. Wer sich soweit fit fühlt, steigt entweder gegen von der CPU oder einem Kumpel gesteuerte Gegner in den Ring. Offline habt ihr es mit den üblichen Spielmodi wie Arcade, Versus, Team Battle, Time Attack oder Survival zu tun. Im Practice Mode könnt ihr vorher noch bei Bedarf Moves eures Favoriten ausprobieren und euch so für den Kamüf rüsten. Am Ende des Arcade Modus warten dabei unter anderem die Bosse Heihachi, Jinpachi, Ancient Ogre und Jun auf euch. Zudem gibt es hier für euren Hauptcharakter jeweils einen Abspann freizuschalten. Euer möglicher Tag Team-Partner wird dabei allerdings ausgeblendet, so dass ihr für jeden Charakterabspann den Arcade Modus separat beenden müsst.

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition

Komplett neu und exklusiv in die Wii U-Version haben es die Spielmodi Tekken Ball sowie Mushroom Battle geschafft. Tekken Ball kennen Fans der Serie sicherlich noch aus dem dritten Teil, als Namco Bandai den Konsolenversionen im Gegensatz zur Automatenfassung stets zusätzliche Spielmodi spendierte. Hier schlagt ihr durch Punchs und Kicks einen Ball übers Netz und müsst vermeiden, dass dieser auf den Boden kommt. Andernfalls nimmt eure Figure Schaden. Da ihr den Ball durch Special Moves aber auch aufladen könnt, ist hier vor allem mit menschlichen Mitspielern für Spaß gesorgt. Das gilt auch für den Mushroom Modus, bei dem der Name bereits die Anleihen bei Nintendo verrät. In sechs verschiedenen Stages werdet ihr von durch den Techno-Fleischwolf gedrehten Mario-Melodien begleitet, während ihr Extras wie Supersterne und Power Pilze aufsammelt. Während die Pilze euch wachsen lassen, machen euch die Sterne für kurze Zeit unverwundbar. Giftpilze dagegen lassen euch schrumpfen. Je größer ihr seid, desto mehr Schaden fügt ihr eurem Widersacher zu. Das wäre soweit richtig klasse, doch bringt die Größe auch Nachteile mit sich. Denn so gehen etliche Attacken über euren Gegner hinweg und ihr könnt ihn zum Beispiel mit hohen Angriffen nicht mehr treffen. Witzig ist dieser Modus ebenfalls in erster Linie mit einem Kumpel zusammen vor dem Pad.

Wer sich mit Kontrahenten aus der ganzen Welt messen möchte, für den ist der Online Modus ein gefundenes Fressen. Habt ihr keine Freunde mit dem Spiel, könnt ihr euch weltweit eure Mitspieler suchen. Ihr legt dabei fest, ob eure Spielpartner in ungefähr eurem Rang entsprechen sollen oder ob ihr gegen jeden euch zufällig zugewiesenen Gegner antreten wollt. Der Verbindungsaufbau ist dabei recht flott gewesen, zumindest mussten wir während unserer Testphase zu verschiedenen Zeiten nie länger als 30 Sekunden auf einen Gegner warten. Die Verbindung blieb dabei gut, so dass alle Fights flüssig gespielt werden konnten. Verbindungsaussetzer oder gar -abbrüche gab es nicht ein einziges Mal zu beklagen. Ausführliche Ranglisten und Statistiken gehören dabei natürlich zum guten Ton und dürfen auch in Namco Bandais Prügler nicht fehlen.

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition

Jetzt wisst ihr also, was ihr alles in Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition spielen könnt, doch wie verhält es sich eigentlich mit dem Gameplay? Wer bereits einen anderen Teil der Reihe gespielt hat, kann diesen Abschnitt getrost überspringen. Alle anderen erfahren, dass ihr in Tekken mit den vier Actionbuttons eure vier Körperglieder kontrolliert und grob gesagt rechte und linke Schläge und Tritte austeilen könnt. Das alles lässt sich wunderbar zu ellenlangen Combos aneinander reihen, ein wenig Geschick und den Einsatz der verschiedenen Richtungstasten vorausgesetzt. Die freie Tastenbelegung lässt euch das ändern oder aber zumindest die nicht belegten L- und R-Tasten mit Button-Kombinationen ausstatten. So ergeben sich unzählig viele Kombinationen, zumal auch jeder Charakter eigene Standardmoves vorweisen kann, die es am besten auswendig zu lernen gilt. Möchte man das Spiel mit einem Recken wirklich optimieren, kann man hier unzählige Spielstunden investieren und wird wohl trotzdem noch online seinen Meister finden. Mit simplem Button-Mashing mag man auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad gegen die CPU durchaus einige Erfolge erzielen können. Gegen einen menschlichen Spieler, der seinen Charakter beherrscht, geht man jedoch gnadenlos unter.

Für Anfänger dürfte die Tatsache interessant sein, dass man einfache Moves und Combos auf den Touchscreen des GamePads legen kann. Vier Kombinationen können so per Fingerzeig eingesetzt werden. Für Anfänger ist das durchaus eine Erleichterung, Profis dagegen verzichten darauf und werden auch nicht gezwungen, dieses bereits von der Tekken-Fassung auf dem Nintendo 3DS bekannte Feature zu nutzen. Ansonsten wurde das GamePad lediglich in der Form eingebunden, dass man das komplette Spielgeschehen darauf verlagern und somit ohne TV-Bildschirm zocken kann. Das bietet sich für eine gemütliche Runde Tekken im Bett regelrecht an und funktioniert auch wie schon bei anderen Spielen einwandfrei.

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition

Betrachtet man sich Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition aus technischer Sicht, so hat Namco Bandai hier ganze Arbeit geleistet. Das Spiel steht den Versionen auf den anderen Konsolen optisch in nichts nach und läuft stets absolut flüssig. Einzelne Licht- und Wischeffekte bei den Treffern sind effektvoll umgesetzt und bringen eine Portion Action mit ins Spiel. Die Qualität der Videosequenzen ist gewohnt hochwertig. Nur bei den Charakterenden schwankt die Qualität vom Stil her. Gepaart mit den teils witzigen, teils skurrilen und ironischen Geschichten entsteht hier ein nicht ganz einheitliches Bild, welches aber im Endeffekt Geschmackssache ist. In Sachen Sound überzeugt Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition mit satten Beats, abwechslungsreichen Hintergrundmusiken und krachenden Soundeffekten. Die Sprachausgabe der Charaktere ist klar und deutlich, zumal alle Recken jeweils in ihrer Landessprache ihre Siegersprüche von sich geben.

Fazit:

Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition positioniert sich ohne Probleme auf dem Prügel-Thron der Nintendo Wii U. Dafür verantwortlich sind das packende Gameplay, die vielen verschiedenen Spielmodi, die technisch ausgereifte Präsentation und die große Riege an Kämpfern. Wie? Es gibt bisher gar keine Konkurrenz in dem Genre auf der Wii U? Egal, denn Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition ist so gut, dass sich die Konkurrenz in Zukunft anstrengen muss, um den King of the Iron Fist überhaupt vom Thron stoßen zu können. Wer Beat'em'Ups mag, sollte hier im wahrsten Sinne des Wortes zuschlagen!

Bewertung

8.5Gesamt
8.5Mehrspieler
Sehr gut
„Die Kings of the Iron Fist erobern die Wii U mit viel Umfang, einer technisch überzeugenden Leistung und exklusiven Nintendo-Kostümen.“

Bildergalerie

Tags: Wii U,Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition,Test,Namco Bandai

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