Hands-On: Splatoon 2 (Switch)


  • Hands-On

Die erfolgreichste neue IP aus dem Hause Nintendo war in den letzten Jahren zweifelsohne der bunte Farb-Shooter Splatoon auf der Wii U. Für Nintendo Switch wurde der Nachfolger Splatoon 2 bereits Oktober 2016 implizit mittels erster Werbevideos zur Konsole angekündigt. Wir haben das Demo-Event mit Namen Splatoon 2: Global Testfire genutzt, um Ende März Hand an den Titel zu legen.

Wer bisher noch nie mit Splatoon zu tun hatte, hat einen der spaßigsten Shooter der letzten Jahre verpasst. Aus der Third Person-Perspektive ballert ihr euch in Form der Inklinge mit Farbkanonen die Seele aus dem Leib, zumindest solange euer Farbvorrat nicht zu Ende ist. Ansonsten wechselt ihr per Tastendruck in eure Tintenfisch-Form und füllt eure Farbanzeige wieder auf, solange ihr durch eure eigene Farbe schwimmt. Mit verschiedenen Waffen, die vom kleinen Kleckser über einen breiten Farbroller bis hin zur Farbe verschießenden Sniper reichen, ist im Waffenarsenal alles vorhanden, was das Herz begehrt. Zweitwaffen wie Bomben und Granaten und explosive Specials runden eure Argumentationsverstärker ab. Obwohl der erste Teil schon mit einem kurzweiligen Einzelspieler-Modus ausgestattet war, diente dieser eher dazu sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Der Fokus lag von Anfang an auf dem Multiplayer-Part, bei dem ihr online in zwei Teams mit je vier Spielern in verschiedenen Spielmodi gegeneinander antretet. Wer nach drei Minuten die meiste Fläche mit seiner eigenen Farbe bespritzt hat, gewinnt die Runde. Vor allem in Japan, aber auch im Rest der Welt, schlug Splatoon ein und konnte sich binnen der ersten 12 Monate mehr als vier Millionen Mal verkaufen.

Spritz die Farbe an die Wand!

Kein Wunder, dass der Nachfolger auf der Nintendo Switch nicht zu lange auf sich warten lässt. Im ersten Global Testfire zu Splatoon 2 konnten wir das Multiplayer-Gefecht in eingeschränkter Form jetzt selbst testen. Über ein Wochenende hinweg gab es insgesamt sechs verschiedene Termine, zu denen ihr je eine Stunde lang Splatoon 2 ausprobieren konntet. Bei der Waffenauswahl standen euch insgesamt vier verschiedene Waffen-Pakete zur Verfügung. Anfänger greifen am besten zuerst zum Kleckser, einer relativ schnell feuernden Waffe mit durchschnittlicher Feuerkraft. Als Extra gibt es hier eine runde Farbbombe und die Tenta Missiles als Special, mit denen ihr in kurzer Zeit viele Ziele befeuern könnt. Der Klecksroller ist ebenfalls bereits aus dem ersten Teil bekannt und lässt euch mit seiner breiten Fläche schnell Gebiete einfärben, während ihr den Roller vor euch her schiebt. Neu ist, dass ihr im Sprung diesmal direkt nach vorne Farbe verspritzt, die eine größere Reichweite hat. Unterstützt wird dieses Waffenset von Haftbomben sowie als Special dem Splashdown, einem bunten Farbwirbel rund um eure Figur herum.

Splatoon 2 - vier Spieler, ein Team!

Wer sich darauf spezialisieren möchte auf große Distanz Feinde auszuschalten, darf zum Klecks-Konzentrator greifen und sich als Scharfschütze versuchen. Während die zum Set gehörenden Dreiecks-Bomben bereits aus dem ersten Teil bekannt sind, ist der Sting Ray als Special neu, der kurz auflädt, um dann eine gewaltige Farb-Salve nach vorne zu feuern. Abgerundet wird das Waffen-Paket von einem Set mit einer neuen Waffe, dem Klecks-Doppler. Ebenfalls neu ist die dazugehörige Curling-Bombe, die wie das gleichnamige Sportgerät nach vorne geschleudert wird, auf ihrem Weg ein Farbband nach sich zieht und sogar über Bande gespielt werden kann. Das dazugehörige Special Inkjet lässt euch abheben und wie mit einem Jetpack über der Arena schweben während ihr wuchtige Farbschüsse nach vorne verteilt. Als Arenen standen während des Global Testfire-Events zwei Stück zur Verfügung, wobei diese zufällig ausgewählt wurden. Beim ersten Start wurde euch kurz die Steuerung erklärt und ihr durftet einige Sekunden das Feuern, Abtauchen, etc. üben, bevor es richtig los ging. Dann konntet ihr euch für eines der vier vorgegebenen Waffen-Sets entscheiden. Sobald sich acht Mitspieler für eine Revierschlacht gefunden hatten, wurden diese auf zwei 4er-Teams aufgeteilt und der Spaß konnte beginnen.

Server im Stress-Test?

Wer Splatoon bereits gespielt hat, wird sich auch im zweiten Teil schnell heimisch fühlen. Die fehlende Karte auf dem Touchscreen der Wii U wurde durch eine Ingame-Karte ersetzt, die ihr nun mittels X-Button aufruft. Der Sprung wurde dagegen auf die B-Taste gelegt, was anfangs für eine gewisse Umgewöhnung sorgt. Die Karte könnt ihr für die Supersprünge mangels Touchscreen nicht mehr so frei nutzen wie im Vorgänger, dennoch werden euch taktische Sprünge zu den Aufenthaltsorten eurer Teamkameraden oder zurück zur Basis ermöglicht. Das Gameplay ist nach wie vor flott und geht leicht von der Hand. Feuern, Einfärben, in die eigene Farbe abtauchen und euren Farbvorrat aufladen, aus der Deckung heraus eine Bombe werfen, schnell wieder abtauchen und hinter dem Gegner auftauchen, dem ihr mit eurer Kanone das Pixel-Leben aushaucht - Splatoon 2 macht einfach verdammt viel Spaß. Die neuen Arenen bieten genug Möglichkeiten für spannende Gefechte, Plätze um in Deckung zu gehen und verwinkelte Wege, mit denen ihr in den Bereich eurer Gegner vordringen könnt, ohne gleich entdeckt zu werden. An die geänderten Waffen werdet ihr euch mit der Zeit sicher noch gewöhnen, die bisher gezeigten Knarren und Extras haben aber bereits jetzt viel Potenzial.

Splatoon 2 - Karte

Die Änderungen im Vergleich zum ersten Teil halten sich zwar bisher in Grenzen, sind aber durchaus sinnvoll und gut umgesetzt worden. Auch grafisch wurde noch einmal etwas an der Schraube gedreht, wenngleich der Erstling bereits sehr sauber und poliert wirkte. Splatoon 2 kommt allerdings noch detaillierter und mit mehr Feinheiten daher. Die Arenen sind voll gestopft mit kleinen Details, die zu gefallen wissen, wie beispielsweise die bunten Schaufenster der Läden. Die quietschbunte Optik passt jedenfalls wie die Faust aufs Auge zum Spiel. Das gilt auch für den abgefahrenen Gute Laune-Soundtrack, der das Spielgeschehen passend untermalt. Ob die einzelnen Musikstücke im Erstling nun schneller ins Ohr gingen oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Sie heizen die Stimmung in den Online-Schlachten aber gut an und können ebenfalls gefallen.

Splatoon 2 - Gefecht

Während der Zeit des Splatoon 2: Global Testfires klappte vor allem zu Beginn die Verbindung überraschend schnell. Flott war das erste Match absolviert und selbst nach einem ersten Verbindungsabbruch war das Spiel schnell wieder neu gestartet und suchte schon wieder nach Gegnern. Hier macht sich das schlichte und aufgeräumte Menü der Switch und die damit verbundene Schnelligkeit des Systems wieder einmal positiv bemerkbar. Auch in den weiteren Matches war es sehr angenehm zu sehen, wie stabil und flott die Verbindung war. Lags gab es während dieser Phase kaum zu beklagen. Erst gut zehn Minuten vor Ende der ersten Testphase kam es bei mir zu einigen Abbrüchen und Verbindungsproblemen. Aber klar, Nintendo hatte das Event ganz klar als Testphase angekündigt, um auch die Auslastung der Server einmal unter die Lupe nehmen zu können. Von daher ist es gar nicht so schlimm, wenn hier vereinzelt Verbindungsprobleme aufgetreten sind.

Fazit von Markus

Mit Splatoon 2 steht der nächste Mehrspieler-Hit aus dem Hause Nintendo an. Nachdem das grundlegende Spielprinzip des Erstlings nicht geändert wurde, werden natürlich keine Hasser des Vorgängers bekehrt werden. Wer dagegen Splatoon bereits mochte, wird auch mit dem Nachfolger seine helle Freude haben. Wir dürfen jedenfalls schon gespannt darauf sein, was sich Nintendo noch alles an Waffen, Specials und Arenen hat einfallen lassen und wie der Einzelspieler-Modus umgesetzt wird.

Fazit von Tobias

Auch ich habe an zwei der insgesamt sieben Sessions des Global Testfires teilgenommen. Ein paar Gefechte konnte ich auch schon Anfang Januar lokal mit sieben weiteren Spielern in Offenbach bei Nintendo austragen, beide Events basieren auf der gleichen technischen Demo. Ich habe Splatoon vorher nie gespielt und dachte ein paar Partien können ja nicht schaden. Das Spielprinzip gefällt mir recht gut, ziehen aber nicht alle Mitspieler an einem Strang, habt ihr keine Chance gegen eure Gegner und sie dominieren fast die gesamte Karte. Ich kam mit allen vier Waffen recht gut klar, nur der Klecks-Konzentrator lag mir persönlich nicht besonders. Ich hatte mit dem Pro Controller die Bewegungssteuerung stets angeschaltet, um schneller reagieren zu können. Leider hing ich öfters in der Spielersuche fest, da noch ein bis zwei Mitspieler fehlten und es keine Reaktion vom Spiel mehr gab, was mich zum Neustart des Spiels bewegte. Das ist ungeschickt, da ich hier immer wieder ins Hauptmenü und das Spiel beenden musste, ein einfaches Abbrechen mit anschließend neuer Online-Suche gab es nicht. Hoffentlich gibt es das dann im Endprodukt.

Was würdet ihr euch für Splatoon 2 noch wünschen? Freut ihr euch bereits auf den für Sommer angekündigten Titel? Verratet es uns in einem Kommentar!

 


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Kommentare

  • Kugelwilli am 05.04.2017, 20:03 Uhr


    Ich fand den 1er durchaus gut. Das Spielprinzip ist natürlich eine Klasse für sich, weil....tja...das gibt es so eben nicht noch einmal. Die Solo-Missionen hatte ich durchgespielt. Den Multiplayer-Part, der ja das Schwergewicht im Spiel ist, habe ich nicht vollends ausgeschöpft. Ein paar Runden jeweils und dann war für mich die Luft raus. Auch deswegen, weil ich manchmal gefrustet war. Sei es durch viel zu gute Gegner oder tranfunzelige Mitspieler oder eben mein eigenes Versagen. In manchen Gefechten hat man gar keine Punkte kassieren können, wenn man verloren hat, was zusätzlich für Frust gesorgt hat. Das war manchmal vergeudete Zeit. Auch die wenigen Einstellmöglichkeiten und Ladezeiten fand ich nicht so toll. Man könnte eben viel mehr aus dem Spiel machen.
    Dem Switch-Nachfolger gebe ich trotzdem eine Chance. Irgendwie mag ich die Atmosphäre und die fischigen Figuren. Vielleicht wird es ja die Liebe auf den zweiten Blick?


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