Test: Drancia Saga (3DS)


  • Test

Auch wenn gerade zur aktuellen E3 viele Augen auf die Switch gerichtet waren, hat Nintendo dem 3DS ebenfalls noch ein längeres Leben prophezeit. Kein Wunder, erscheinen doch immer noch fleißig Titel für den eingesessenen Handheld mit dem 3D-Effekt. Unter anderem auch Drancia Saga, welches wir für euch einem Test unterzogen haben.

Mit Drancia Saga bringt der Publisher einen kleinen Action-Titel in den eShop des Nintendo 3DS, der für schlappe 5 Öcken zu bekommen ist. Entwickelt wurde das Spiel von Skipmore, die zuvor unter anderem für das Switch-Spiel Kamiko verantwortlich zeichneten. Erwarten darf man demnach ein Retro-Game mit einem eher simplen Spielprinzip und kurzer Spielzeit, das man aber durchaus mehrfach durchspielen kann.

So ist es auch im Falle von Drancia Saga. Aus einer anfangs noch überschaubaren Anzahl von Helden wählt ihr euren favorisierten Recken aus und startet direkt ins Spiel. Eine Story gibt es dabei nicht, aber nachdem ein paar Menschen von Monstern flüchten und ihr eine Waffe in der Hand haltet, ist es offenbar eure Aufgabe diese wüsten Schrecken zu bekämpfen. Gewöhnungsbedürftig sind dabei anfangs zwei Dinge: das aktuelle Level ist jeweils nur auf einen Bildschirm begrenzt und euer Held läuft automatisch zur Seite. Ihr könnt also lediglich die Richtung wechseln und bleibt ansonsten stets in Bewegung. Schnell hat man sich damit aber arrangiert und ebenso fix ist der Rest der Steuerung verinnerlicht. Ihr könnt springen, aus dem Sprung einen Angriff nach unten starten und sofern es eure Fähigkeiten zulassen Magie verwenden.

Das muss reichen um die immer wieder auftauchenden Monster zu beseitigen. Jede erlegte Kreatur, die übrigens nach einem einzigen Treffer bereits besiegt ist, hinterlässt dabei Goldmünzen, die nicht nur euer Konto aufbessern, sondern auch eure Lebensleiste wieder etwas füllen. Je längere Combos ihr hinlegt - also Gegner besiegt ohne selbst getroffen zu werden - desto mehr Gold gibt es mit der Zeit. Nachdem ihr eine bestimmte Anzahl von Feinden besiegt hat, wartet in jeder der acht Stufen ein Endboss auf euch. Hier müsst ihr nach klassischen Schemen dessen Angriffen ausweichen, bis ihr seine Schwachstelle attackieren könnt. Habt ihr drei Treffer gelandet, ist der Obermotz besiegt und das nächste Level wartet auf euch. Geht euch der Lebenssaft aus, dürft ihr unendlich oft einen neuen Versuch wagen. Die durch Erfahrung im Laufe eines Durchgangs erlangten Boni in eurem Fertigkeitensystem bleiben euch dabei erhalten und verschafft euch stärkere Abwehr, ein längeres Schwert, mehr Energie, etc. Beendet ihr jedoch das Spiel und startet neu, bleiben nur die verdienten Diamanten erhalten. Euer Held muss aber neu gelevelt werden. Im Shop lassen sich daher Items kaufen, mit denen ihr eure Fähigkeiten ebenfalls verbessern könnt.

Habt ihr das Spiel durchgespielt, könnt ihr in der Kneipe neue Helden anheuern. Vorher gibt es dort bereits eure Statistiken und Rekorde zu sehen. Witzig ist, dass die Anzahl der Recken mit über 50 enorm ist. Dank Kollaborationen mit anderen Entwicklern haben es dabei auch für das Fantasy-Genre eher untypische Helden mit ins Spiel geschafft, so dass ihr neben Schwertkämpfern und Magiern unter anderen auch mit der Ente oder Clive aus dem Action-Plattformer Gunman Clive antreten dürft. Hierfür verdient das Spiel auf jeden Fall ein Lob. Schade ist nur, dass sich die Spielweise der einzelnen Charaktere nur bedingt voneinander unterscheidet. Zwar gibt es unterschiedliche Attacken und Magie, aber das grundlegende Spielprinzip bleibt natürlich immer gleich. Da ihr mit etwas Übung für einen Durchgang aber nur rund 20 Minuten benötigt, ist Drancia Saga eine willkommene Abwechslung für zwischendurch, die man immer wieder mal kurz daddeln kann. Die recht gelungene Retro-Optik im NES-Stil sowie der passende Soundtrack runden das Game insgesamt ab.

Bewertung

6.5
Gesamt
-
Mehrspieler

Ganz gut


Kurzfazit

„Drancia Saga ist ein kurzweiliger Action-Titel mit wenig Anspruch, der vor allem Retro-Fans zufrieden stellen sollte. Wer Abwechslung sucht und Pixel-Grafik hasst, ist hier definitiv verkehrt. Wer aber gerne die über 50 freischaltbaren Charaktere sammeln will und eher schlichte Action für zwischendurch sucht, macht mit Drancia Saga nicht viel falsch. Der günstige Preis spricht ebenfalls für das Spiel, so dass es Genre-Liebhaber durchaus antesten sollten. “

Markus Schnittka

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