Test: Alchemic Dungeons (3DS)


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Indie-Spiele für kleines Geld haben eine gute Chance den einen oder anderen Käufer zu finden, der zum Vertreib der Langeweile hier zugreift. Eignet sich dafür beispielsweise Alchemic Dungeons von CIRCLE Ent.? Wir verraten es euch in unserem Test zum Spiel.

Wer auf Rollenspiele steht, aber diese lieber in kurzen Happen genießt und dabei nicht unbedingt einer komplexen Geschichte folgen mag, für den könnten Dungeon Crawler das passende Genre sein. In diese Kategorie lässt sich auch Alchemic Dungeons einordnen, das von CIRCLE Ent. auf den Nintendo 3DS gebracht wurde. Zuvor hatte man bereits mit Kamiko die Switch bedient und im eShop des 3DS Drancia Saga veröffentlicht. Optisch schlägt Alchemic Dungeons in dieselbe Kerbe, denn wir bekommen hier einen Retro-Ausflug in 8 Bit-Gefilde geboten. Dazu gehören der Midi-Sound genauso wie die piepsigen Soundeffekte und die einfach gehaltene Grafik.

Stereotypen? Dieses Spiel hat sie alle!

Doch worum dreht sich Alchemic Dungeons eigentlich? Müssen wir in Gestalt eines edlen Recken eine holde Maid retten und das Land vor der Bedrohung durch eine finstere Macht schützen? Keine Ahnung, denn eine Geschichte gibt es in dem Spiel nicht. Stattdessen werdet ihr direkt nach der Wahl eures Helden in den ersten Dungeon geworfen. Die Dungeons sind dabei zufallsgeneriert, so dass ihr mit jedem Spielstart ein neues Spielerlebnis habt. Am ehesten erinnert der Titel dabei an die Pokémon Mystery Dungeon-Serie. Vier verschiedene Recken stehen euch dabei als Held zur Auswahl, die generischer nicht sein könnten. Der Kämpfer ist ein Allroundtalent, der Jäger ist geübt im Umgang mit Pfeil und Bogen, der Zwerg ist mit einer Axt optimal ausgerüstet und der Magier zückt am besten einen Zauberstab. Im Prinzip kämpft ihr euch durch verschiedene Räume einer Ebenen, besiegt dabei eure Feinde, sammelt Materialien und sucht eine Treppe, die euch in die nächste Ebene des Dungeons vordringen lässt.

Einfach zweimal die Hacken zusammenschlagen. Hilft.

Essentiell ist dabei das Crafting-System, mit dem ihr die gesammelten Materialien zu neuen Ausrüstungsgegenständen verarbeiten könnt. Kräuter werden zum Heiltrank, ein magischer Stein verstärkt dessen Wirkung und kombiniert mit einem Schwert heilt ihr euch bei jedem Schlag selbst. Praktisch, oder? Sofern ihr euch mal in das System aus Craften und Verzaubern eingefunden habt, kommt ihr damit ganz gut zurecht. Ihr müsst dabei aber stets auf ausreichenden Platz in eurem Inventar achten, sonst bleiben die Materialien im Dungeon zurück. Prinzipiell dürft ihr übrigens auch jedem Helden alle möglichen Waffen geben, durch ihre speziellen Eigenschaften ist es aber sinnvoll, dem Magier beispielsweise hauptsächlich Stäbe in die Hand zu drücken, wohingegen er mit Äxten nur wenig anfangen kann. Im weiteren Verlauf des Spiels erhaltet ihr neue Rezepte, mit denen sich andere Items und neue Ausrüstungsgegenstände fertigen lassen.

Eine gazillion Waffen! Willkommen auf Pandora!

Neben eurer Gesundheitsanzeige solltet ihr stets auch einen Blick auf die Hungeranzeige werfen. Denn sobald diese den Nullpunkt erreicht und euch quasi der Magen knurrt, verliert ihr mit jedem Zug Gesundheit. Zum Glück könnt ihr auch hier im Dungeon immer wieder Fleisch finden, mit dem sich der Hunger stillen lässt. Auch wenn Alchemic Dungeons sich anfangs wie ein Action-Adventure steuert, solltet ihr trotzdem im Hinterkopf haben, dass jede Bewegung einen Zug verbraucht. Bewegt ihr euch, bewegen sich danach auch potenzielle Gegner im Dungeon. Wenn ihr euch diesen nähert, ist somit etwas Taktik von Vorteil, damit ihr beispielsweise den Erstschlag ausführen könnt. Sobald eure Gesundheit aufgebraucht ist, heißt es unweigerlich "Game Over" und ihr müsst komplett von vorne starten. Da ein Durchlauf in der Regel nur einige Minuten in Anspruch nimmt, eignet sich Alchemic Dungeons dadurch aber gut für zwischendurch.

Fazit

Freunde von zufallsgenerierten Dungeons im 8 Bit-Look, dem Spielprinzip der Pokémon Mystery Dungeon-Serie und eher knackiger Action für zwischendurch dürfen bei Alchemic Dungeons einen Blick riskieren. Highlight ist dabei ganz klar das Crafting-System, welches das Spiel etwas von der Konkurrenz abhebt. Eine ausgefeilte Story, spielerische Abwechslung und modernde Technik dürft ihr dagegen nicht erwarten. Für den kleinen Preis von 5 € kann man durchaus zugreifen.

Bewertung

6.5
Gesamt
-
Mehrspieler

Ganz gut


Kurzfazit

„Rogue-like Action mit Zufalls-Dungeons, Crafting-System und Retro-Charme“

Markus Schnittka

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