Unser Spielekonsum im Laufe der Jahre

Der N Insider Community Stammtisch. Diskussionen über Gott und die Welt.

Moderatoren: Moderator, N Insider Team

Unser Spielekonsum im Laufe der Jahre

Beitragvon Sniizy » Mi 8. Mär 2017, 12:52

Hallo liebe Community,

mit diesem Thread würde ich gerne erfahren, wie eure Erfahrungen im Laufe eures Zocker-Daseins sind und wie sich euer Spieleverhalten und -konsum im Laufe der Jahre vielleicht geändert hat.

Bei mir persönlich habe ich im Laufe der letzten 4-5 Jahre eine starke Veränderung bemerkt. Aber vielleicht fange ich kurz von vorne an.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeiten, als ich SNES und GameBoy besaß und auf diesen Geräten sehr wenige Spiele spielte, diese dann aber ausführlich. Selbst zu Zeiten des Gamecubes war das noch so. Der Spielewürfel war meine erste selbst gekaufte Konsole und dennoch war ich bei Spielekäufen damals noch auf Taschengeld etc. angewiesen - also auch hier eher wenige, dafür ausgewählte Spiele, die man lange genießen konnte und bis zu 101% durchgespielt hat.

Dann kam 2006 die Wii und Anfang 2007 (bei uns relativ spät) der erste DSL-Anschluss, durch den das Surfen im Netz und auf Seiten (wie damals wiiinsider.de) einfacher wurde. Auf der Wii änderte sich mein Konsum extrem. Im Laufe der Wii-Ära besaß ich insgesamt irgendwo zwischen 40-50 Spielen, mindestens nochmal genauso viele WiiWare-Titel und sicherlich noch weitere 30-40 VC-Titel. Das machte mir anfangs nichts aus. Mit Zelda TP gab es am Anfang immerhin wieder ein Spiel, dass ich zu 100% beendet habe und lange Zeit spielte.

Jetzt im Nachhinein merke ich aber, dass zu der Zeit der Wendepunkt kam. Viele Spielekäufe, nur ein Bruchteil davon wurde mehr als 1 Stunde gespielt und die Spiele, die mehr Zeit verdient hätten, gingen eher unter oder haben weniger Zeit abbekommen. Dies fiel mir damals jedoch noch nicht so auf und ging auch anfangs auf dem DS und 3DS so weiter.

Dann kam 2012 die Wii U und bereits ab Anfang 2013 spürte ich eine innerliche Unzufriedenheit, wenn nicht sogar eine Übersättigung. Ich habe gemerkt, dass mir die Thematik Videospiele scheinbar immer weniger Spaß bereitet und ich immer seltener Lust habe, ein Spiel einzulegen. Mit der großen Auswahl an Spielen wurde das nicht besser. Der sogenannte "Pile of Shame" verfolgte mich ständig.

Meine Sorge, dass sich das noch verstärken würde, wurde größer und so begann ich etwas dagegen zu tun. Ich reduzierte nach und nach meine Sammlung, in der mittlerweile NES, SNES, N64, Gamecube, GameBoy (Advance SP), Wii und Wii U sowie DS und 3DS ihren Platz mit etlichen Spielen hatten. Nach und nach veräußerte ich all diese Geräte, dies zog sich teilweise sogar bis 2016 hin, als ich dann meinen geliebten Gamecube ebenfalls abgab.

Abseits dessen beschloss ich, nicht mehr zu sammeln, sondern gespielte Spiele irgendwann dann auch wieder zu verkaufen - wobei ich mir da keine Grenze lege, wann das sein soll. Zudem fing ich an, viel mehr darauf zu achten, welche neuen Spiele ich mir hole. Ich versuchte, den Wert wieder darauf zu legen, dass es Spiele sind, bei denen ich weiß, dass sie mich lange beschäftigen werden und ich eine ganze Weile mit diesem einen Spiel auskomme.

Spontankäufe und Schnäppchenkäufe vermeide ich mittlerweile weitestgehend. Sowie ich mittlerweile auch vermeide, bei Spielen, die ich plane zu kaufen, mir sämtliche Trailers, Videos, Previews etc. durchzulesen, um mir nicht etwaige Vorfreude und eigene Erkundungsfreude zu nehmen.

Wie sieht es nun aktuell, Anfang 2017, aus? Meine Freundin und ich besitzen derzeit den New 3DS XL, überwiegend für Pokémon Sonne/Mond. Dazu die Xbox One für Spiele abseits des Nintendo-Universums. Auf dieser spielt überwiegend meine Freundin, bis auf wenige Fifa-Stunden durch mich. Die Wii U wurde Ende Dezember verkauft und das Geld reinvestiert in die neue Switch. Wir besitzen im Moment für alle drei Plattformen insgesamt 8 Spiele. Plus 2 Spiele im Steamaccount am PC.

Mit dem Erscheinen der Switch und dem neuen Zelda, habe ich das Gefühl, dass ich wieder da bin, wo ich einst zu Zeiten des Gamecubes war: ich genieße das einzelne Spiel. Die aktuelle Ausrichtung der Switch als reine Spielekonsole mit dem schnellen und simpel designten Betriebssystem sowie dem Hybrid-Status kommt mir da wahnsinnig entgegen. Hier hatte ich sowohl bei Konsole als auch beim Spiel eine Vorfreude, die ich gar nicht mehr kannte nach all den Jahren.

Meine Selbsterkenntnis aus diesem Weg ist, dass ich Videospiele immer noch liebe, es aber übertrieben habe. Die Kurskorrektur hat lange gedauert, tut mir aber ungemein gut.

Wer immer das auch bis zum Ende gelesen hat - vielen Dank :)
Mein 3DS-Freundescode: 2019 - 9640 - 6230
Meine Nintendo Network-ID: Sniizy
Mein Switch-FC: 8456-8147-5210
Benutzeravatar
Sniizy
Dauerposter
Dauerposter
 
Beiträge: 242
Registriert: Sa 16. Jun 2012, 09:45
Wohnort: Leipzig
Lieblingskonsole: Nintendo GameCube (2001)
Mein erstes Spiel: Super Mario Land
Aktuelles Spiel: Zelda: Breath of the Wild
Nintendo Network ID: Sniizy

Re: Unser Spielekonsum im Laufe der Jahre

Beitragvon Trinity94 » Do 9. Mär 2017, 19:00

Sniizy hat geschrieben:Wer immer das auch bis zum Ende gelesen hat - vielen Dank :)


Gern geschehen ;)

Ich werde jetzt keinen entsprechenden Roman verfassen aus dem einfachen Grund, dass es mir sehr ähnlich geht wie Dir. Früher habe ich (für meine Verhältnisse) relativ viele Spiele einfach nur sehr oberfläch gespielt. Heute kann ich im Prinzip mein gesamtes Gamerdasein auf zwei Franchise runterbrechen: Monster Hunter und Pokémon. The Legend of Zelda wäre quasi das dritte, aber da ich mich dort nur auf die Konsolen-Titel beschränke und diese in sehr großen Abständen erscheinen, kann ich es einfach nicht mit den anderen beiden in eine Reihe stellen. Ansonsten geht mir 95% der Software heutzutage relativ am Allerwertesten vorbei ;P
Egal, ob Shooter, Sportspiele, Racer, Fungames/Partyspiele oder sonstiges. Dabei gibt es natürlich hin und wieder Ausnahmen (Red Dead Redemption würde ich zum Beispiel unglaublich gerne mal erleben), aber prinzipiell kann ich mit dem ganzen Zeug mittlerweile nichts mehr anfangen. Das trifft sich auch relativ gut, da meine Freizeit im Laufe der Jahre stark geschrumpft ist und ich mich daher lieber vollkommen Monster Hunter und Pokémon widme, statt alles Mögliche nur so lapidar anzuzocken, wie ich es damals getan habe :zocken:
Bild
Benutzeravatar
Trinity94
Forenadel
Forenadel
 
Beiträge: 836
Registriert: Sa 8. Sep 2012, 13:22
Wohnort: Ein Kuhdorf im westlichsten Teil Niedersachsens
Lieblingskonsole: Wii U (Ende 2012)
Mein erstes Spiel: Super Mario Bros.
Aktuelles Spiel: Pokémon Sonne / TLoZ:BotW
Nintendo Network ID: Mr.Cadillac

Re: Unser Spielekonsum im Laufe der Jahre

Beitragvon Sniizy » Fr 10. Mär 2017, 13:26

Trinity94 hat geschrieben:
Sniizy hat geschrieben:Wer immer das auch bis zum Ende gelesen hat - vielen Dank :)


Ansonsten geht mir 95% der Software heutzutage relativ am Allerwertesten vorbei ;P
Egal, ob Shooter, Sportspiele, Racer, Fungames/Partyspiele oder sonstiges. Dabei gibt es natürlich hin und wieder Ausnahmen (Red Dead Redemption würde ich zum Beispiel unglaublich gerne mal erleben), aber prinzipiell kann ich mit dem ganzen Zeug mittlerweile nichts mehr anfangen. Das trifft sich auch relativ gut, da meine Freizeit im Laufe der Jahre stark geschrumpft ist und ich mich daher lieber vollkommen Monster Hunter und Pokémon widme, statt alles Mögliche nur so lapidar anzuzocken, wie ich es damals getan habe :zocken:


Den Aspekt habe ich so genau gar nicht beleuchtet aber der trifft bei mir natürlich exakt genauso zu. Die Freizeit fürs intensivere Zocken fehlt, bzw. ist mir die vorhandene Zeit zum Zocken zu gering und wichtig, als das ich damit jeden Schmarrn spiele.

Das unbewusste Aussortieren von ganzen Genres hatte ich ebenso. Ganze Genres verschwanden auf einmal aus meinem Interessengebiet und Titel, die mich früher angesprochen haben, reizen mich heute nicht mal zum Testen.

Was ich selbst aber sehr stark bemerkt habe: meine Interessenstendenz geht wieder sehr stark zu Nintendo. So, wie es früher einmal war, bis ich mir dann relativ spät (2010) für "Alan Wake" die 360 holte. Ein paar Jahre fand ich dann auch andere Spiele abseits der Nintendo-Welt echt interessant (etliche Stunden online in GTA 4 und etlichen FIFA-Ablegern) und bin über einige Berührungspunkte auch echt froh (Batman Arkham Reihe) aber letztlich hielt das nicht so lange an und bereits jetzt im Besitz der Xbox One sehe ich, dass mich da außer ggf. FIFA nichts wirklich reizt. Wovon meine bessere Hälfte aber immerhin profitiert ;)
Mein 3DS-Freundescode: 2019 - 9640 - 6230
Meine Nintendo Network-ID: Sniizy
Mein Switch-FC: 8456-8147-5210
Benutzeravatar
Sniizy
Dauerposter
Dauerposter
 
Beiträge: 242
Registriert: Sa 16. Jun 2012, 09:45
Wohnort: Leipzig
Lieblingskonsole: Nintendo GameCube (2001)
Mein erstes Spiel: Super Mario Land
Aktuelles Spiel: Zelda: Breath of the Wild
Nintendo Network ID: Sniizy

Re: Unser Spielekonsum im Laufe der Jahre

Beitragvon Kugelwilli » Fr 10. Mär 2017, 19:51

Immer weniger Zeit zu haben, das kenne ich und viele andere Videospieler wahrscheinlich auch. Als Kind oder Jugendlicher war ich noch vom Taschengeld abhängig und konnte mir monatlich ein- vielleicht auch zwei Videospiele leisten. Diese wurden dann auch oft durchgespielt. Wenn das Spiel sehr gut war, auch öfters. Nur selten landete ein Spiel in der Ecke, weil es mich nicht so gereizt hat.
Mit dem selbst verdienten Geld war da plötzlich vieles anders. Jetzt konnte ich mehr kaufen und auch mehr spielen. Das Verhältnis zwischen Zeit und Geld war in meinen 20ern vielleicht am besten.
Mit den 30ern kam zunehmend die Lust auf das Retro-Gaming, das sich bis heute hält. Die Sammelleidenschaft setzte ein. Ich habe mir viele Spiele zugelegt, die ich verpasst habe. Gespielt habe ich davon jedoch nur wenige. Damit bin ich beim Zeitproblem angekommen. Natürlich kann ich mir nicht alles leisten, was ich gerne hätte. Dafür verdiene ich zu wenig Geld. Aber es gibt im Leben eben Dinge, die auch (und nicht zu wenig) Geld kosten und die wichtiger sind, als Videospiele.
Oder ich sags mal so: Geld, um tolle Spiele zu kaufen habe ich. Allerdings fehlt mir vorne und hinten die Zeit, alles zu spielen und dabei noch die Alltagsaufgaben zu meistern. Trotzdem mag ich es, mich mit Videospielen zu umgeben. Es ist einfach ein schönes Gefühl. Ich mag auch meine Sammelleidenschaft. Es ist mein Hobby. Es ist teuer. Ich habe (zu) viel zum Spielen. Was solls. Das ist mein Leben.
Allerdings beschränkt sich mein Hobby mehr und mehr auf Nintendo-Kram. Meine kleine, aber feine Sega-Kollektion habe ich verkauft, da es mir zu viel wird. Ich denke, ich werde auch irgendwann meine PS2-Sachen verkaufen. Mal schauen.
Eines ist klar: Leben bedeutet Veränderung. Da gibt es keine Perfektion. Nur Entscheidungen.
Bild
Benutzeravatar
Kugelwilli
Gehört zum Inventar
Gehört zum Inventar
 
Beiträge: 1419
Registriert: Mi 13. Jun 2012, 16:18
Wohnort: Pilzkönigreich
Lieblingskonsole: Super Nintendo Entertainment System (1991)
Mein erstes Spiel: Pac-Man (Arcade)
Aktuelles Spiel: Ogre Battle 64 (Wii U)


Zurück zu Off-Topic

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron